Anthropophagist im Interview

grassyworld hatte endlich die Möglichkeit die Celler Newcomer Band Anthropophagist für euch etwas näher kennen zu lernen und so haben wir für euch dieses Interview vorbereitet. 
In einer kleinen, lustigen Runde oben in dem Proberaum der CRI haben uns die Jungs (zweitplatzierter des Newcomer Contests  beim Break the Ground 2011) über ihre Musik aufgeklärt und uns von ihren Anfängen erzählt. Mit viel Humor und brutaler Alberei ist somit dieses Interview entstanden, also lest es, macht euch selbst ein Bild von der Band und lernt sie kennen. Fotos sind von Valeria.

grassyworld.net : Hallo Anthropophagist, oder wie es die meisten sagen „Anthro“, stellt euch doch zuerst einmal selber vor. Wer seid ihr und was macht ihr?

Jonas Haas: Jeezy, Vocals und so.

Johannes Berger: Johannes an der Gitarre, ey!

Robin Badel: Robin, Bass.

Alexander Claas: Ich bin Alex, auch Gitarre.

Björn Kandziora: Ich bin Björn an den Drums.

Jeezy: Ja zusammen sind wir ANTHROPOPHAGIST und machen Death Metal.

Robin: Death Metal circa.

Johannes: Circa.

grassyworld.net: Was war denn eure Entstehungsgeschichte? Wie kam ein Bandprojekt ins Rollen?

Robin: Es gab zwei Handlungsstränge. Ne Björn, jetzt hab ich dran gedacht. (lacht) Ursprung war 2009, da haben Lennart und ich uns zu einer Jam Session zusammen getroffen, dann haben wir beschlossen eine Band zu gründen und haben Jeezy ins Boot geholt. Und dann haben wir einen Schlagzeuger und zweiten Gitarristen gesucht und weiter im zweiten Handlungsstrang.

Johannes: Ja ich und Björn haben 2008 angefangen Musik zu machen, nach Wacken. Und dann wurde ich 2009 von Jeezy und Lennart gefragt, ob ich mit denen Musik machen wollen würde, dann hatten wir ein paar Proben gehabt und das war ganz…ok (würd ich so behaupten). Und dann haben die einen Drummer gesucht, und dann habe ich Björn vorgeschlagen und dann kam Björn zu uns und dann hatten wir Björn als Drummer. Ja und Alex kann selber von seinem Zustieg berichten.

Alex: Vor zwei Monaten (Mitte Mai) habe ich bei PPC den Aushang gesehen, dass sie einen Gitarristen suchen und das passte ganz gut, da ich schon länger Lust auf eine technische Band hatte. Dann habe ich angerufen und bin noch am selben Abend her in die CRI gekommen. Wir haben dann ein paar Songs eingeübt und ich habe mich für die Band entschieden und die anderen glücklicherweise auch. Und seitdem bin ich dabei.

Robin: Ich muss dazu aber auch noch sagen, dass ich vor Alex den totalen Respekt habe, dass er sich innerhalb von zwei Monaten alle unsere Lieder reingeknallt hat. Danke Alex. 



grassyworld.net: Wie beschreibt ihr denn selbst eure Musikrichtung? Auch als Technical Death Metal?

Björn: [wispert] Gänsehaut.(Gelächter)  

Johannes: Geänsehaut pur!
 

Robin: Ich würde sagen melodischer Death Metal mit sehr vielen technischen Einflüssen. Technisch versierter Death Metal also. (Etwas anspruchsvoller, um es vorsichtig zu sagen)
 

Jeezy: Anspruchsvoller Death Metal oder halt technischer Death Metal.

grassyworld.net: Euer Musikstil ist recht technisch und in Celle nun nicht so bekannt und verbreitet. Wie seid ihr zu diesem Genre gekommen? Was hat euch dazu inspiriert?

Johannes: Musik, die wir gehört haben.

Robin: Zu Anfang waren es ja Necrophagist und Gorod. Es hat sich halt so ergeben, denn jeder hat seine Lieblingsbands und Menschen, die ihn inspirieren und so hat sich mit der Zeit alles entwickelt.

grassyworld.net: Anthropophagist. Der Name ist Griechisch und damit recht exotisch. Wie seid ihr drauf gekommen?

Johannes: Ich war mal bei Björn…

Robin: [plappert dazwischen] Es hat nichts mit Necrophagist zu tun!

Johannes: Nochmal, ich war bei Björn und wir haben nach Bandnamen gesucht, bis wir bei Wikipedia auf Kannibalen gekommen sind und dann meinte ich: “Ey, Kannibale heißt ja auf Griechisch Anthropophagist“, ich hatte nämlich Griechisch in der Schule. Und dann fanden wir den Namen gut, haben den Namen dem Rest vorgestellt, dann fanden die es auch gut und so haben wir es genommen.

Björn: Und vorher haben wir natürlich im Metalarchiv nachgeguckt, ob es den Namen schon gibt und es gab den aber nicht.

grassyworld.net: Hattet ihr denn andere Bandnamen davor?

Robin: Nein, sagt es nicht! [wird rot]

Johannes: Ne, warte, warte, warte…. CRUELTY! Das war unser früher Name. [lacht sich absolut kaputt]

 

grassyworld.net: Was bringt euch eigentlich zum Musikmachen? Was inspiriert euch dazu?

Jeezy: Sex?

Johannes: Musik hören… Whoaa tiefgründig!

Robin: Mit drei Schwuchteln und einem Kurzhaarigem in einer Band zu spielen

Alex: Bei mir war es einfach so, es hat mir geholfen selbstständiger zu werden, etwas Eigenes zu finden. Und es macht einfach Spaß!

Jeezy: Als Sänger kann man schön rumbrüllen. So eine Art Anti-Aggressions-Therapie.

Johannes: Man könnte auch sagen Grenzen austesten und dann macht es mehr Spaß, genau wie Sex. Macht auch zu siebt mehr Spaß. (momentmal wo kommt die sieben her?)

Robin: Das Schöne an Metal ist auch, dass es egal ist, wie man aussieht, was man trägt, wie man gebaut ist. Das hat mich zum Beispiel auch dazu inspiriert in die Metal Szene einzusteigen. Es ist nämlich alles egal. Hauptsache dick und fett Party machen.

grassyworld.net: Interessante Theorien und Ansichten. Wie sieht es dann auch mit euren Texten aus? Wovon handeln die?

Robin: Menschheit, Verderben, Tod.

Johannes: Wir werden alle sterben! AAAAAAAAAaaaaaah (Blackmetal Kreisch)

Jeezy: Einfach Abgründe der Menschheit.

grassyworld.net: Ihr habt ja bereits einige Erfolge feiern können, zum Beispiel der Auftritt beim CRC und dem zweiten Platz beim Newcomers Contest auf dem Break the Ground. Was kommt den als Nächstes? Oder was wünscht ihr euch?

Robin: Auf jeden Fall viele Auftritte.

Alex: Wir spielen am 2. Oktober auf der Rockhausbühne hinter dem Rathaus auf dem Oktobermarkt in Burgdorf und wir spielen auch am 23. Dezember auf dem No-sleep-until-xmas Festival auch in Burgdorf.

grassyworld.net: Man kennt es von Bands, dass die Mitglieder mehrere Musikprojekte haben. Ist es bei euch auch so, hat jeder von euch noch nebenbei eine andere Band?

Alex: ich spiele noch in der Thrash Metal Band Heuristik (buchstabiert uns die Myspaceseite:www.myspace.com/heuristikmetal) mit deutschen Texten und einer weiblichen Sängerin.

Robin: Na darauf hast du dich vorbereitet…

Alex: Nein, aber das kann ich im Schlaf.

Robin: Naja mein Hauptsächliches Nebenprojet ist die Band Bärchenwurst. Kennt aber keiner. Dort bin ich Gitarrist und neuerdings bin ich auch als Aushilfsbassist bei Damnation Defaced tätig.

Johannes: Ja da wäre bei mir Teninch Facefuck zu erwähnen, eine Brutal Death Metal Band mit etwas Technical und Porn Grind. Wir haben zwar noch nicht geprobt, aber werden es bald. Tommy (Kutte) ist der Sänger und Jeezy auch Backgroundsänger und Bassist, mit unserem Kumpel Kossy an den Drums. Ich war außerdem auch bei Bärchenwurst (ich weiß nicht, ob ich noch dabei bin, denn ich war schon lange nicht mehr da und am Liebsten guck ich Robin jetzt nicht an). (alle lachen)
Und ich mach auch ein bisschen eigene Sachen, zum Beispiel als Bergore ein bisschen Dubstep. (alle lachen aufgrund der unverwechselbaren Anlehnung an Borgore)

Björn: Es wäre schön ein Nebenprojekt zu haben aber…

Alex: Übrigens Heuristik sucht einen Drummer!!!!! Wir wollen dich.

Björn: Ja, da hört man‘s doch. Ich gehe vielleicht zu Heuristik.

Jeezy: Ich mache wie erwähnt nebenbei die Vocals bei Bärchenwurst und bei Teninch Facefuck halt die Background Vocals und spiele Bass. 

grassyworld.net: Ihr habt ja vor Kurzem eure aller erste Demo aufgenommen: „Existence of Humanity“. Wie beschreibt ihr diese?

Robin: Die Lieder sind gut, vor Allem sind die jetzt noch besser und ich spiele ja auch einen Fretless Bass.

Jeezy: Fazit: Robin spielt Fretless, deswegen Lieder besser.

grassyworld.net: Warum sollten sich die grassyworld.net Leser denn die Demo holen? Und wo kann man sich diese anhören?

Jeezy: Weil wir das Geld brauchen! Oh ne, wir kriegen ja gar kein Geld dafür!

Alex: Naja, die Songs sind gut. Und außerdem wenn man Metal hört, dann hört man uns, denn sonst hört man kein Metal. (alle lachen) Nein Spaß.

Robin: Natürlich kann man sich die Songs auf unserer Myspace (www.myspace.com/anthropophagisttech) Seite anhören oder auch dort runterladen. Bei unseren Gigs verschenken wir die Demo aber auch gerne in CD Format. Auf dem Break the Ground haben wir sie zum Beispiel verteilt und komischerweise sind die weggegangen wie warme Semmeln.

grassyworld.net: Habt ihr denn auch schon eine kleine Fangemeinde? Beim BtG hattet ihr bei dem Newcomer Contest sogar die meisten Zuschauer und auch die CRC Halle war bei euch gut gefüllt.

Robin: Es gibt eine kleine Fangemeinde, wir kümmern uns auch sehr um unsere Fans und treffen die immer auf Feiern. Wir machen halt gerne mit denen was und die kommen gerne zu unseren Gigs.

Johannes: Wir nennen sie auch gerne die Anthrofamily.

grassyworld.net: Ist auch schon eine EP in Planung?

Robin: Ne, eine EP wird noch nicht geplant, aber wir würden gerne noch ein paar Songs aufnehmen in einer Demo. Wir haben ja auch bereits neue Stücke.

grassyworld.net: Wie steht es denn mit Merchandise? Habt ihr auf diesem Gebiet schon etwas machen und gestalten können?

Robin: T-Shirts sind bereits fertig und demnächst wird es auf unserer Myspaceseite einen Blogeintrag geben, bei dem man sich T-Shirts bestellen kann. Es läuft schon alles, wie es sein sollte.

grassyworld.net: Noch zum Schluss eine sehr wichtige Frage. Wie schätzt ihr die Celler Szene ein? Glaubt ihr, ihr könntet einen guten Beitrag dazu leisten?

Johannes: In Celle gibt es auf jeden Fall viele Metalheads auf wenig Raum. Wir freuen uns natürlich auf so viel Metal Support.

Jeezy: Das finden wir gut aber es geht natürlich auch mehr.

Alex: Ja und was den Beitrag angeht, könnten wir mit unserer Musik Abwechslung in die Szene reinbringen.


grassyworld.net: So, da wären wir bereits am Ende unseres Interviews. Habt ihr noch etwas loszuwerden für die Leser?

Johannes: Deine Mudda! (das war ja auch zu erwarten)

Robin: Wir möchten Leute, die mit unserer Demo nicht einverstanden sind, dazu aufrufen doch einfach mal zu unseren Auftritten zu kommen und bei unseren Proben vorbeizuschauen und sich selbst live zu überzeugen. Gäste sind immer gerne gesehen.

Johannes: Zu den Proben in der CRI oben! Das kann man sich leicht merken. Wir proben übrigens jeden Mittwoch ab 16-17 Uhr und öfters auch sonntags.

Jeezy: Popelpupenpappenpimiplastikpeginapapierprostataprostitutionspornopartpfünf. Das wollte ich noch loswerden.

Johannes: Die Ballade von der Leberwurst auf der Eichel eines Mannes in der französischen Revolution.

Björn: Kommt einfach vorbei, hört euch uns an und habt mit uns ein bisschen Spaß! Wir sind Anthropophagist!


Wir bedanken uns bei der sympathischen und sehr offenen Band für die nette Runde und wünschen ihnen auf jeden Fall viel Erfolg beim Musikmachen. Wir freuen uns auch über weitere Auftritte und Songs!

Kommentare

SO UND NICHT ANDERS!

voll der smeksi stunt im treppenhaus johannes!

Ja, ne?

Ich bin voll der Held :D

Ja,Johannes,du bist der beste! :D

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