Bipolar- A Narration Of Manic Depression

„Art never comes from happiness.“ Mit diesem starken Statement als Tattoo auf dem Handgelenk, gibt die Hauptperson, der Autor Andrew Gony, schon die Richtung vor, in die dieser Kurzfilm gehen wird. 
Andrew Gony ist der 29-jährige Autor des Erfolgsromans „The Void“. Mit 23 Jahren wurde bei Andrew eine bipolare Störung, besser bekannt als Manische Depression, diagnostiziert. Der Film zeigt im geteilten Bild eine Woche aus dem Leben des Autors in der manischen, sowie in der depressiven Phase. Detailverliebt beschreibt der Regisseur und Darsteller Daniel Ruczko die beiden unterschiedlichen Phasen sehr eindrucksvoll. Tattoos, die Anordnung von Büchern und sogar die TV Werbung lotsen den 35 minütigen Kurzfilm in die Richtung, in die er gehen soll.

Das Thema soll nicht beschönigt, sondern realistisch dargestellt werden. In der manischen Phase erlebt der Zuschauer einen Menschen, der seine überschüssige Energie loswerden muss, selbst beim Schreiben seines Buches wirkt der Protagonist alles andere als ruhig vor seinem Computer. Das Gegenteil ist bei der depressiven Phase der Fall. Andrew hat keine Energie sich aufzuraffen. Und wenn, dann nur für das Allernötigste. Im Wechsel werden die verschiedenen Bildteile ins Zentrum der Aufmerksamkeit gestellt, sodass beide Handlungen zeitgleich, nur in unterschiedlichen Phasen der Krankheit, stattfinden. Allerdings ist der Film sehr viel komplexer aufgebaut und durch die Kleinigkeiten wird die Handlung geschickt in eine andere Richtung gelenkt.

Der Krankheitsverlauf, der anders als in Filmen mit ähnlichen Themen sehr realistisch und nicht romantisch aufgeführt wird, lässt jeden Zuschauer ein bisschen daran teilhaben, wie sich ein Erkrankter fühlen muss. Genau das war auch das Ziel des Filmemachers, was ihm sehr gut gelungen ist. Die ruhige Atmosphäre des Films wird mit selbst komponierter Musik von Ruczko noch zusätzlich unterstrichen.
Der Start der Produktion begann noch 2010 mit dem Schreiben des Drehbuches. Zuvor kam es zu einem Zusammentreffen mit dem Schauspieler Matthias Schweighöfer, was den angehenden Filmmusikproduzenten dazu ermutigte, nach dem Filmprojekt ''Evacuation'' den nächsten Schritt zu gehen. Dieses Zusammentreffen kam durch die Firma ''Schwarze Dose 28'' zustande, die im Rahmen des Projektes Halbtagsjob 2010 den Bremer Filmemacher unterstützte.

Daniel Ruczko als Hauptverantwortlicher, sowie Florian Kelm, der bei Postproduktion, sowie Kameraführung half, schafften es innerhalb zwei Wochen die Aufnahmen fertigzustellen, sowie anschließend in sechs Monaten die Postproduktion zu beenden. Aktuell befindet er sich auf zahlreichen Tischen von Filmfestivals, die hauptsächlich in den USA stattfinden. Für das erste größere Filmprojekt muss man Daniel Ruczko auf jeden Fall ein Kompliment machen. Ein von der Thematik sehr interessanter Film, der neben dem unterhaltenen Aspekt auch über die Krankheit an sich aufklärt.  Die Idee mit dem geteilten Bildschirm wirkt sehr gut in der Umsetzung und bot dem Regisseur daher die Möglichkeiten mit Details handlungsrelevante Wendungen zu erzeugen. Die breite Masse muss sich noch etwas gedulden bis sie das Erstlingswerk zu sehen bekommt, es wird erst Anfang 2013 die Möglichkeit bestehen ihn bei iTunes und Netflix zu kaufen. Für Begeisterte stehen allerdings mögliche Kino-Termine aus, die gerade organisiert werden, sowie der Soundtrack, der ab April 2012 verfügbar ist. Von uns ist es schon jetzt eine ganz klarer Filmtipp!

Wir und natürlich auch Rusher hoffen, euch am Samstag im Vanity zahlreich begrüßen zu können zur Cellebration mit den Gianna Brotherz und Rusher!

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