Vergangenen Samstag trat das Soundsystem Easy Peasy auf der sub.unity-Party im Celler Vanity auf. Grund genug für uns das schon vorher geführte Interview zu veröffentlichen, damit ihr mehr über den Newcomer-Sound aus dem Nordkreis Celle's erfahrt!
grassyworld.net: Wer seid ihr überhaupt? Stellt euch doch mal vor.
Easy Peasy Sound: Wir sind ein junger, frischer, 4-köpfiger Sound aus Celle bzw. Hannover und alle zwischen 18 und 19 Jahren. Die 4 Köpfe sind Philipp Lühring aka. Phillo (Student), Maximilian Bittner aka. MacZee (Abiturient), Ole Böhl aka J-Cop (Student) und Tim Böer aka. Timbo (Abiturient). Wir kennen uns seit der 5. Klasse, teilweise sogar schon aus dem Kindergarten und haben eine Menge Spaß daran und besonders Bock drauf, zusammen Musik zu machen und zu mixen.
grassyworld.net: Wie seid ihr zum Reggae/Dancehall gekommen?
Easy Peasy Sound: Wir kommen aus einer Gegend, in der Reggae und besonders Dancehall schon immer sehr präsent waren. Nicht zuletzt hat Raffneck Sound dafür gesorgt, dass sich die Message und das Feeling der Musik schon früh bei uns eingebrannt haben. Angefangen hat es tatsächlich mit früheren Mixtapes von Raffneck – insbesondere die „Carribean Wave“ Reihe wurde gehört als gäbe es nicht anderes. Das hat uns alle verbunden. Ältere Generationen, ältere Brüder und einfach ältere Freunde haben dieses Feuer noch zusätzlich angeheizt. Darüberhinaus hat uns die Radiomusik genervt, sodass wir nach was anderem als Mainstream-Radiomusik gesucht haben und wir Tunes mit Inhalten hören wollen, die aber auch feierbar sind.
grassyworld.net: Seit wann gibt es euch?
Easy Peasy Sound: Im Sommer 2010 kamen wir auf die Idee als „Easy Peasy Sound” die Tanzhallen aufzumischen. Besonders dazu angespornt, ein wirkliches Soundsystem zu gründen haben uns vor allem Besuche auf diversen Festivals – besonders die Summerjam in Köln hat da erheblich auf uns eingewirkt. Roots, Reggae und Dancehall kommen da aus allen Ecken, sodass eine Atmosphäre entsteht, die unserer Meinung nach nur durch wenig getoppt werden kann. Wir wollten Teil des ganzen sein. Bloßes Zuhören und hat uns nicht gereicht. Unser Ziel war und ist es, die positive Message der Musik zu verbreiten und vor allem mehr Leute von dieser Musikrichtung zu überzeugen. Joa, dann haben wir uns die erste Hercules Konsole gekauft und los ging es.
grassyworld.net: Was habt ihr bisher für euch selbst mit der Musik so erreicht?
Easy Peasy Sound: Wir haben auf kleineren und größeren Parties aufgelegt. Schon quer durch die Szene Connections geknüpft. Unser erstes Dubplate (General Levy – Kill so easy) haben wir über Convict Sound, insbesondere Jannis Schreiner (MC Olde) erlangt. Durch DeeBuzz haben wir einen coolen Shout von Romain Virgo bekommen. Sentinel hat mit mehreren Kingston Hot Shout Outs und Ankündigungen dafür gesorgt, dass unser Name schon mal die Runde macht. Inzwischen haben wir bereits 3 Dubplates gesammelt, wobei erst eins offiziell bekannt ist. Persönlich haben wir auch immer viel Spaß, wenn wir uns einfach mal so zum „Rumjuggeln“ treffen uns gegenseitig testen und feiern.
grassyworld.net: Innerhalb kurzer Zeit habt ihr ein Mixtape herausgebracht: Wie ist die Resonanz?
Easy Peasy Sound: Das Mixtape “Lion nah run from Pantha” ist jetzt seid zirka 3 Monaten raus. Es kommt viel besser an als wir erwartet haben. Zirka 700 Listener über 100 Downloads, auf Facebook Menschen die das Ding feiern. Rund um eine coole Sache. Besser hätten wir nicht einsteigen können.
grassyworld.net: Warum kam euer Mixtape so schnell - und warum unter dem Namen “Lion nah run from Pantha” ?
Easy Peasy Sound: Nachdem wir uns gefunden haben, war schnell klar, dass wir so schnell wie möglich ein Mixtape rausbringen wollten und mussten. Dieses Mixtape sollte vor allem ein “Image-Mixtape” werden, das einfach wiedergibt, was wir spielen, was uns beeinflusst und was unsere Message ist. Deshalb sucht man in dem Tape auch vergeblich nach einer endlosen Sammlung von brandneuen Tunes. Klar, die sind auch drin – aber wir haben vor allem Wert darauf gelegt, alles was wir bis jetzt gehört haben und was davon nicht mehr aus unserem Köpfen geht, mit einfließen zu lassen, sodass dieses Mixtape keine Eintagsfliege wird und wir es selbst gerne hören, weil wir selbst viel damit verbinden. Mit der Message sprechen wir auch gleich vom Namen. “Lion nah run from Pantha” ist die Einstellung, mit der wir die Sachen angehen. Wir machen das, was wir für richtig halten und meiden jeglichen fremdquelligen negativen Einfluss.
grassyworld.net: Celle scheint eine Art Dancehallhochburg zu sein. Immer neue und vor allem gute Sounds. Wie ist eure Sicht auf die Celler Szene und wo wollt ihr euch in dieser einordnen?
Easy Peasy Sound: Die Celler Szene ist cool. Es gibt quasi eine große Community, ein Netzwerk, viele direkte enge Verbindungen zwischen den einzelnen Sounds. Wir sind in dieser Community aber noch sehr klein und gehören noch zu den kleinsten Gliedern in dem Netzwerk. Wir haben aber vor, das schnell zu ändern.
grassyworld.net: Habt ihr vor in naher Zukunft auch eine Partyreihe zu starten?
Easy Peasy Sound: Nein, das noch nicht. Da fehlt uns noch die nötige Erfahrung, die Kontakte und eigentlich denken wir noch gar nicht daran. Wir wollen uns erst mal selbst beweisen.
grassyworld.net: Was sind sonst eure Pläne für die Zukunft?
Easy Peasy Sound: Wir wollen natürlich erst einmal mehr Erfahrung sammeln, häufiger auf Parties auftreten, neue Links knüpfen. Mehr Sounds kennenlernen, vielleicht sogar mit Artists auf der Bühne stehen. Wir wollen auf jeden Fall mehr coole Dubplates sammeln. Dazu wollen wir bald auch ein neues Mixtape rausbringen, was diesmal dancehalllastiger und partybezogener ist.
Wir bedanken uns für das Interview und hoffen die junge Truppe schon bald in und um Celle öfter zu hören.
Kommentare
http://www.seit-seid.de/
http://www.seit-seid.de/
Neuen Kommentar schreiben