Fire in Fairyland im Interview

Fire in Fairyland machen in den vergangen zwei Jahren in Celle mächtig Lärm und haben trotz dieser recht kurzen Zeit des Bandbestehens schon Einiges erreicht und eine Menge Fans gesammelt. Für grassyworld.net war es also quasi schon überfällig ein Interview mit den Lokalhelden zu führen und uns über die letzte Zeit, aber auch die nahe Zukunft zu unterhalten. In romantischer Kaminfeueratmosphäre besuchten wir sie im neuen Proberaum:

grassyworld.net: Fangen wir mal ganz von vorne an: Erzählt uns doch mal von euren Anfängen. Wie startete das Projekt Fire in Fairyland?

Torben: Flo und ich haben relativ schnell nach dem Broken Inside Ende darüber nachgedacht was man in Celle machen könnte und als Grundgedanke kam auch recht schnell, dass wir etwas machen wollen, was es davor so noch nicht gab. Wir hatten Thrashbands und auch welche die in die düstere Richtung gehen. In der Zeit und natürlich bis heute an, habe ich auch mehr gefallen an dieser Art von Musik gefunden, somit war es natürlich auch ein großes persönliches Interesse.

Flo: Ja, und wir haben dann angefangen zu proben, Leute gefunden, Konzerte gegeben und unser Demotape so ziemlich überall hingeschickt als Werbemittel, um auch Gigs außerhalb von Celle zu bekommen. Das war uns ganz wichtig als Grundsteinlegung, da wir von Anfang an professionell und überregional orientiert arbeiten wollten. Das LAG-Rock Coaching, an dem wir teilgenommen haben, hat uns dann noch einmal in einer Woche noch professioneller gemacht und eine Menge Kontakte verschafft. 

grassyworld.net: Was ist euer jetziger Stand im Vergleich zu dem wo ihr noch hin wollt?

Flo: Also wir haben von Beginn an hart gearbeitet und dachten immer „Ja geil, wir sind schon relativ weit“, aber relativ gesehen ist das noch gar nichts und wir sind der Meinung, dass wir eher am Anfang stehen und das, was wir bisher schon erreicht haben eher eine Einleitung zu dem ist, was jetzt noch kommt. Mit Hannes und Pasco haben wir jetzt auch gefühlt die beste Besetzung die man sich wünschen kann.

Torben: Wie schon gesagt, wir waren uns von Anfang an einig, dass wir keine „Spaßband“ sein wollen und nun befinden wir uns gerade in der Vorproduktionsphase zum neuen Album, was wir im Dezember/Januar aufnehmen werden. Dazu fahren wir für die Aufnahmen nach Berlin in die Daily Hero Studios zu Florian Nowak, der unter Anderem auch schon ein Album mit Deadlock gemacht hat. Wir sind also in guten Händen.

Hannes: Ja, das Album wird jetzt auch unser nächster Meilenstein. Klar, es ist ein teures Hobby und es bedeutet zunächst einmal für uns persönlich viel Geld zu investieren, aber das ist es definitiv wert, da wir unseren Fans was hochwertiges bieten wollen und wir hoffen natürlich, dass es sich auch auszahlt.

Anna: Bei „Lit“ haben wir uns schon Mühe gegeben, aber auch einige Fehler gemacht, wir hatten zum Beispiel keine Vorproduktion zur besseren Auswahl der Lieder. Jetzt arbeiten wir um Längen professioneller, gehen das Projekt als solches viel strukturierter an und machen, um mal ein Beispiel zu nennen, schon Radiotermine für 2012. 

grassyworld.net: Wenn das neue Album fertig ist, was erwartet ihr, wo es für euch hin geht?

Hannes: Wir wollen schon in naher Zukunft eine Menge erfolgreicher Konzerte spielen, Touren und in naher Zukunft auf mittelgroßen Festivals bundesweit oder sogar international auftreten. Die Musik soll gehört werden und wir wollen das neue Album und auch uns professionell vermarkten. 

Flo: Andere Bands haben vielleicht jetzt schon einen Vertrag oder Ähnliches, haben im selben Zuge aber auch Verpflichtungen und wir sind noch etwas unabhängiger, können noch mehr selbst bestimmen und das genießen wir momentan auch noch.

grassyworld.net: Für eine lokale Band hielt man es im Vorfeld für etwas Großes auf den CellAir Musicdays zu spielen, wo so viele hochkarätige Künstler angekündigt wurden. Wie war die Veranstaltung im Endeffekt für euch?

Anna: Nun im Vorfeld macht man sich natürlich einige Gedanken und versucht das Ganze zu etwas Speziellem werden zu lassen, wenn man im Rahmen einer solchen Produktion auftreten kann. Dass im Endeffekt nicht alles glatt gelaufen ist, ist dabei nicht weiter tragisch.

Hannes: Die 30 Leute, die vor der Bühne standen, haben uns aber auch die Umsetzung schwer gemacht, auf dem Bockpalast zum Beispiel war es wesentlich einfacher und da lief es viel besser. 

grassyworld.net: Eure Unterstützung bei facebook ist sagenhaft: Ihr habt ein „Streetteam“ bei dem ihr alle wichtigen Meldungen postet und auch eure offizielle Seite hat über 1000 likes. Dafür lasst ihr euch aber immer wieder Specials wie Videos und Co. einfallen. Wie wichtig ist facebook für eure Band, gerade auch wenn ihr in anderen Städten spielt?

Flo: Also facebook ist für uns momentan ganz klar ein Hauptaugenmerk der Selbstvermarktung. Jeder kann dort mit wenigen Klicks so unglaublich viele Leute erreichen und wir haben noch nicht mal alles ausgeschöpft. 

Torben: Und um eins klarzustellen an dieser Stelle: Wir sind eine Celler Band, da es hin und wieder Diskussionen gab: Celle? Eschede? Woher kommen sie? Im Herzen sind wir aber auch Lübecker, da wir dort immer sehr herzlich empfangen wurden und geile Konzerte spielten.

Hannes: Und bei so etwas hilft uns facebook natürlich sehr. Wir selbst wachsen mit jedem Konzert, aber es ist das schönste Gefühl wenn man vor fremdem Publikum steht, die Leute erst aktivieren und begeistern muss und dann seinen Draht zum Publikum findet.

grassyworld.net: Hannes und Pasco, ihr seid erst später in die Band gekommen. Wie schnell konntet ihr euch denn einleben?

Pasco: Also ich kannte zwar alle schon vorher, aber auch nicht sooo gut. Als ich dann die Einladung bekam zur Probe zu kommen, hab ich dann auch recht schnell gemerkt, dass die Band nicht aus Affen besteht.

Hannes: Im Gegensatz zu Pasco kannte ich alle aus der Band schon vorher gut und das Wichtigste: Der soziale Part innerhalb einer Band war somit kein Problem. Ich hab mir tierisch schnell die Gitarrenparts reingezogen, sodass wir drei Wochen nach der ersten Probe schon das erste Konzert spielen konnten. Das war nochmal zusätzliche Bestätigung, dass die Besetzung so gut ist.

grassyworld.net: Auf was kann man sich neben dem Album noch freuen?

Pasco: Also Grundsätzlich wird das nächste Album um Längen geiler! Und natürlich werden auch Konzerte und Touren geplant, man kann also schon gespannt sein. Noch wollen wir nichts ausplaudern, aber im Zuge des neuen Albums wird noch so Einiges passieren.

Flo: Eines möchte ich auf jeden Fall noch loswerden: Vielen Dank an die unglaubliche Unterstützung, die wir aus allen Richtungen erhalten. Klingt zwar total abgedroschen aber ohne die Unterstützung wären wir nie soweit gekommen

Übrigens: Falls ihr Fire in Fairyland mal live bewundern wollt: Am Freitag, den 28.10., spielen sie in der CD Kaserne mit Drone und Bloodwork ab 20 Uhr. Reinschauen lohnt sich!

Neuen Kommentar schreiben