Interview: Broken Inside

Es ist kalt und dunkel als wir unserer Einladung zum Interview folgen und den Proberaum der Escheder Metalband „Broken Inside“ suchen. Auf unserer Wegbeschreibung steht in krakeliger Schrift, dass wir durch irgendwelche kleinen Gassen fahren müssen und der Ausschilderung des Schützenheims folgen sollen. Im trüben Licht einer Straßenlaterne sehen wir ein kleines Männchen frieren. Es ist Torben, Fronter von Broken Inside, der uns erwartet.

 

 Die vierköpfige Band Broken Inside begrüßt uns und führt uns in den Proberaum. Dieser ist ziemlich klein und dazu noch mit Verstärkern, Drums, Mikrofonständern und Instrumenten vollgestopft. Hinter den Drums hängt eine riesige Metallica-Flagge. Neben dem Fenster klebt eine handgeschrieben Playlist, vor der Torben mit nachdenklicher Stirn steht und uns fragt, was wir denn gern hören möchten. Wir überlassen ihm die Wahl und sofort fängt die Band an zu spielen. Vier Songs später setzen wir uns dann gemütlich in den Vorraum und beginnen unser Interview.

 
 

grassyworld.net: BROKEN INSIDE, was bedeutet das?

 

Torben: Wir haben lange überlegt wie wir uns nennen; hatten dann viel Quatsch zur Auswahl, aber im Endeffekt hatte sich Broken Inside dann ganz cool angehört … Da wir auch viele Metalcore-Elemente in unsrem Sound haben ist das alles etwas emotionaler und daher drückt der Name unsere Musik ganz gut aus. Wörtlich übersetzt bedeutet es „innerlich gebrochen“.

 
 

grassyworld.net: Seit wann seid ihr Broken Inside?

 

Timo: Angefangen zu planen, eine Band zu gründen, haben wir vor ungefähr eineinhalb Jahren.

 

Torben: In der aktuellen Besetzung gibt es uns seit Februar dieses Jahres, also seit neun Monaten.

 
 

grassyworld.net: Wie habt ihr euch gefunden?

 

Torben: Also dass war echt cool: Timo und ich kannten uns überhaupt nicht. Wir haben uns auf ‘ner Party kennengelernt; so von wegen ein bisschen Rumgeblödelt, ja ich spiele Bass er so‘n bisschen Gitarre…

 

Timo: Wir haben uns dann an dem Abend noch ‘ne Akustikgitarre geschnappt und irgendwelche Sachen gespielt.

 

Torben: Und dann ja: meinten wir, suchen wir uns doch ‘nen Drummer und machen ‘nen paar lustige Sachen. Tom kannte ich sowieso schon. Der hatte gerade mit dem Gitarrespielen angefangen. Und dann haben wir einfach zusammen ‘nen bisschen rumgedaddelt. Schließlich kam dann unser erster unfreiwilliger Drummer dazu, bis dann Anfang dieses Jahres Chris dazukam und dann lief der Laden.

 
 

grassyworld.net: Auf eurem myspace-Profil gebt ihr als Musikrichtung ThrashMetalCore an, was ist das für ein Genre?

 

Torben: Die Idee kam ganz spontan. Wir haben Songs die man in die Thrash Metal-Ecke stecken kann wie z.B. Almost Halfhuman oder Painful Finality, wobei unsere Gewichtung eigentlich auf Metalcore liegt. Da wir nicht genau wussten wie wir das beschreiben sollten haben wir es ThrashMetalCore genannt. Und es klingt halt besser als Metalcore mit Thrashelementen.

 
 

grassyworld.net: Was wollt ihr mit eurer Musik aussagen? Was habt ihr für eine gesellschaftliche oder politische Meinung?

 

Torben: Wenn ich die Texte schreibe, dann denke ich mehr über eine Gefühlslage nach. Es sind meistens eher emotionale Texte, die nichts mit der politischen Situation zu tun haben. Außer bei Painful Finality, da ging es mir darum anzuprangern, wie Menschen im Krieg verheizt werden. Die Amis bilden ihre Soldaten zu Killermaschinen aus und da halte ich nichts von. Aber sonst geht es eigentlich eher um zerbrochene Beziehungen und sowas.

 
 

grassyworld.net: Eure drei Songs auf dem myspace-Profil, „Painful Finality“, „Almost Halfhuman“ und „Scars“ sind durchweg harte Metal Songs. Warum diese Härte; diese Aggression?

 

Torben: Das liegt zum einen daran, dass wir alle Fans der härteren Musik sind. Timo geht da bis zum Black Metal. Tom und ich hören verstärkt Metalcore wie Trivium und All That Remains. Die gefühlvollen Elemente in unserer Musik kommen wohl daher, dass ich auch sehr viel Emo höre. Ja okay, steinigt mich … meine Güte ist halt so!

 

Chris: Ich höre alles was ballert.

 
 

grassyworld.net: Ihr sagt, dass eure Musik z.B. von Children of Bodom beeinflusst wird. Was gefällt euch an diesen Bands, und in wieweit lasst ihr euch beeinflussen?

 

Torben: Das ist alles Musik die wir gern hören. Ich muss sagen, dass die meisten Songideen von Tom und Timo kommen.

 

Timo: Wenn ich einen neuen Song schreibe, dann höre ich erstmal ‘ne Menge Musik und suche dann nach Dingen die mir gefallen und die in unsern Sound passen würden. Das ändere ich dann ab und bau es bei uns ein.

 

Torben: Man kann in unseren Songs auch immer so‘n bisschen raushören was Timo und Tom zu der Zeit gehört haben. Z.B. bei Almost Halfhuman da war es Pantera was die beiden gehört haben.

 
 

grassyworld.net: An eurem Debüt auf dem „Rock the Scheun“ habt ihr Metallica gecovert. Was verbindet euch mit der Band?

 

Torben: Metallica, dass ist für uns die Metalband schlecht hin. Das sind die Väter unserer Musik. Das war damals unser Tribut an Metallica, weil wir uns viel von ihnen inspirieren lassen haben.

 

Timo: Die Band war für mich der Grund anzufangen Gitarre zu spielen.

 
 

grassyworld.net: Wie viele Songs habt ihr in eurem Set?

 

Torben: Wir können spielen?.. Neun! Insgesamt hätten wir wahrscheinlich schon 15. Aber wir haben einige schon wieder rausgeschmissen. Und aus einigen gelungenen Riffs neue Songs gebastelt. Aber neune könnten wir auf jeden Fall spielen.

 

grassyworld.net: Das größte Banderlebnis:

 

Torben: Das war für mich „Rock the Scheun“. Das war einfach die Erfüllung eines Traumes mal auf der Bühne zu stehen. Und dann sind unsere Leute auch noch so ausgerastet. Das hat echt Spaß gemacht. Trotz der Patzer.

 
 

grassyworld.net: Was habt ihr für Ziele?

 

Torben: Erstmal raus aus dem Proberaum; ordentlich bekannter werden im Raum Celle und danach dann in Hannover oder so.

 
 

grassyworld.net: Was haltet ihr von der Celler Rock Szene und ihren Support?

 

Torben: Also wir finden den Support echt klasse. Celle hat den Namen Celle Rock City echt verdient. Es ist echt eine tolle Metal-Szene in Celle. In der CD-Kaserne ist beispielsweise immer eine geile Stimmung wenn Metal gespielt wird. Das Publikum lässt sich eigentlich immer ganz gut mitreißen auf solchen Konzerten. Und Metal ist ein stark unterstütztes Genre in Celle.

 

Wir denken aber auch – so arrogant das auch klingen mag – dass wir das Potential haben außerhalb von Celle was reißen zu können.

 


 
 

grassyworld.net: Was versprecht ihr euch vom Newcomers-Ball am 29.12.?

 

Torben: Wir finden es etwas schade, dass dort so viele Bands spielen werden. Das wusste ich nicht als ich uns dort angemeldet habe. Dennoch freuen wir uns auf die große Halle 16 und hoffen ein paar Fans zu gewinnen.

 
 

grassyworld.net: Habt ihr noch andere Gigs in Planung?

 

Torben: Wir wollen auf jeden Fall nächstes Jahr auf dem Südwinsen Festival spielen! Das ist einfach so eine sympathische Lokation, da müssen wir einfach auch mal dabei sein. Und sonst würden wir gern erstmal anfangen regelmäßig in Celle zu spielen.

 


 

grassyworld.net: Habt ihr vor eine CD aufzunehmen?

 

Torben: Wir haben schon die beiden Songs Painful Finality und Almost Halfhuman mit unserem guten Freund Florian Knigge aufgenommen. Zu gegebener Zeit werden wir bestimmt wieder etwas aufnehmen. Aber einen Termin dafür haben wir noch nicht.

 
grassyworld.net: Wie oft probt ihr in der Woche?
 
 

Torben: Leider nur einmal in der Woche, weil Chris in Lachendorf wohnt. Aber Timo, Tom und ich hängen hier viel im Proberaum rum. Wir kommen gut voran.

 
 

grassyworld.net: Möchtet ihr noch etwas los werden?

 

Torben: Ja, wir möchten unsere guten Freunde von 3rd Grade Burn grüßen. Und außerdem sind wir total bekloppt aber auch sehr sympathisch!! (großes Gelächter)

 

 

 
 

Wir bedanken uns bei Broken Inside für das Interview und freuen uns euch bald live auf dem Newcomes Ball zu sehen.

 

Wer mal reinhören will, der sollte mal im myspace-Profil vorbei schauen.



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