Das Wetter an diesem spätfrühlichen Abend ist nicht gerade sonnig. Und weil man deswegen draußen recht wenig verpasst gehen wir in die CD-Kaserne. Dort findet heute das Nachholkonzert der Fun Metaller J.B.O. statt. Als Vorband sind Dynamite Roadkill geladen, die am 04. April spontan den Abend retteten, als J.B.O. krankheitsbedingt leider ausfallen mussten. Fotos, die Svenja gemacht hat, gibt es hier!
Pünktlich um 20:00 Uhr also rein in die CD-Kaserne. Vorbei an der Theke, kurz mit etwas Erfrischendem versorgt, denn die Sonne scheint zwar nicht, aber es ist ziemlich schwül, weiter durch in die Halle 16. Die Lokalmatadoren von Dynamite Roadkill stehen schon auf den Brettern, bereit die Menge vorzuwärmen. Die Celler Band zieht ihr Set mit den versoffenen, versauten und bekannterweise ziemlich kurzen Songs und weiteren Cover-Songs wie etwa „Last Time“ von den Rolling Stones in 50 Minuten durch, werden bejubelt und räumen danach die Bühne für den Headliner des Abends.
„I don't like Metal, I Love it“ ist das Motto dieses Auftritts und zugleich der erste Track, der nach der Umbaupause von der Bühne schallt und zugleich der Titel des kürzlich veröffentlichen Albums von J.B.O. ist. Im Vergleich zur Vorband steigt das Niveau zwar nicht, jedoch aber der Kitsch-faktor. Dies zeichnet den kultigen „Fun-Metal“ in pink eben aus und erobert prompt die Gehörgänge der rund 400 Besucher.
J.B.O. spielen ein Set von 18 Songs, welches eine gut Mischung der „alten Scheiße“ - wie es die Band selber nennt – und der „neuen Scheiße“ ist.
Beim Thema alte Songs wollten J.B.O. uns Cellern endlich einmal erzählen, woran „Bolle“ eigentlich verstorben ist. Schade nur, dass leider der Ton ausfiel, als Gitarrist Hannes G. Laber das Geheimnis lüften wollten. So kommt es leider, dass wir Celle auch nach diesem Abend immer noch nicht wissen was dem armen Bolle wohl widerfahren ist.
Der ganze Auftritt von J.B.O. ist mit ähnlichen Gags wie der technischen Störung des Bolle-Mysteriums gespickt und von einer pompösen Lichtshow untermalt. So wird etwa beim Cover von „Ein bisschen Frieden“die Nebelmaschine aufgedreht, das Terminator-Laser-Visier aufgesetzt, mit Wunderkerzen gezündelt und das Stroboskoblicht bis kurz vorm epileptischen Anfall aufgedrecht. Dies ergab eine zum Beat des Songs passende gigantische Rammstein-Show.
Auch die neuen Stücke von J.B.O. kommen bei dem Publikum sehr gut an. Die Halle 16 der CD-Kaserne ist durchweg brechend voll von Gästen, die tanzen und feiern und sich nach fast jedem Song mit einem „Danke Vito“ für die gute Stimmung, die von der Bühne aus verbreitet wird, revanchieren.
Nach ca. 90 Minuten plus einigen Zugaben beenden die „Verteidiger des wahren Blöedsinns“ unter großen Ovationen das Konzert.
Selten haben wir die Halle 16 der CD-Kaserne so belebt und so pink gesehen. Die Stimmung war von der Vorband bis zum letzten Ton, den J.B.O. von sich gegeben hat grandios. Ein rundum schöner Abend!
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