Purple 05.02.2010

Da stehen wir, nach einer rutschigen Hinfahrt, nun vor den Türen der CD-Kaserne, um uns eine Coverband einer ganz besonderen Rockgröße anzuhören. Deep Purple gehören wahrlich zu den einflussreichsten Hard-Rock Bands der Geschichte, die unter anderem auch den musikalischen Weg hin zum Heavy Metal ebneten. 18 Studioalben hat die Band bis heute veröffentlicht. Also ein Haufen Arbeit für eine Coverband, die da mithalten will. Ob Purple das tatsächlich schaffen kann, erfahrt ihr im Artikel.

Wer am heutigen Abend pünktlich beim Einlass anwesend war, hat Glück. Denn der bekommt noch „What'zz Up“ zu sehen. Eine Coverband, die nach eigener Aussage keine von den normalen, langweiligen Coverbands sein soll. Ob das stimmt, können wir nicht sagen – Wir treffen erst nach der unangekündigten Vorband ein.

Purple beginnen knapp um 21 Uhr mit einem typischen Orgelintro, dessen Schnelligkeit einen auf die kommenden zwei Stunden vorbereiten. Nach und nach betreten die anderen Musiker die Bühne und beginnen die gut 120 Gäste zum Mitmachen zu animieren. Das tendenziell etwas ältere Publikum fängt auch tatsächlich direkt beim ersten Song an zu tanzen. Sowas kennt man gar nicht von Celler Konzertveranstaltungen.

Das Auftreten der Band erinnert nur grob an das Orginal. Zwar sind einzelne Kleidungselemente durchaus übernommen worden, doch in meiner Errinnerung sehe ich nirgends ein Bild von Deep Purple mit schicken weißen Turnschuhen. Lederschuhe wären durchaus angebrachter gewesen. Witziges Detail: Die Bandmitglieder tragen Schnurrbärte, abgesehen vom Keyboarder. Bei Deep Purple war Keyboarder John Lord der einzige mit Schnurrbart.

Der Sound ist am kompletten Abend super abgemischt und klimpert laut und deutlich durch Halle 16. Die Musik ist wie der Sound vom Feinsten. Schnelle Gitarren wechseln sich ab mit dem typisch dominanten Keyboard und Bassspiel. Die groovigen Instrumentals beschäftigen die Ohren und hören sich einfach nur super an. Aufgrund meiner Unkenntnis der meisten der 18 Deep Purple Alben kann ich leider wenig über die Auswahl der gespielten Stücke berichten. Jedoch lässt sich feststellen, dass das meiste sehr gut beim Publikum ankam. Daher: Mehr Deep Purple hören und beim nächsten Mal wieder hingehen. Purple haben sich musikalisch als ausgezeichnete Coverband erwiesen.



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