Simm Simma Vol. 3

Es ist Samstagabend, der 05.06.2010, 23:30 Uhr und wir betreten das Bunte Haus zum Simm Simma Saturday in der Erwartung, einen typischen Buntes-Haus-Abend zu erleben, denn vielversprechende Soundystems sind angekündigt: Irie Ites aus Kassel, Squal Unit aus Celle, sowie Vinyl Destination aus Göttingen sollen heute auflegen und dem Publikum den Abend verschönern. Der Eintritt beträgt 3 Euro und wir hoffen, dass das Motto "UP INTO DI SKY" hält, was es verspricht.

Als wir ankommen legt Jaspah von Squal Unit auf und auf den Sofas, Sesseln und auch auf dem Podest sitzen die ersten Gäste, trinken ihr Bier und unterhalten sich.

Als dann aber Irie Ites um 00:30 Uhr auflegen, beginnt sich die erst noch leere Tanzfläche langsam mit Bewegungsfreudigen zu füllen und das Bunte Haus wird auch insgesamt voller. Irie Ites, die nun schon seit 1995 ein Soundsystem bilden, versorgen das Publikum mit Reggae- und Dancehalltunes und bringt immer wieder afrikanische Einflüsse wie Trommeln mit ein. Der Mc Fungi heizt die tanzende Menge noch mehr an und animiert sie bei Burru Banton zum Mitsingen und Springen und sorgt so für gute Stimmung unter den Gästen.

Als Squal Unit dann wieder hinter den Turntables stehen, wird zu schnellen Dancehalltunes getanzt und die Hall des Bunten Hauses heizt sich langsam auf. Der Mc Tekit verteilt die typischen Reggaetröten, auch Clashhörner genannt, die ansonsten gerne in Mixtapes als Breaks genutzt werden und erfreut so die Gäste, die direkt begeistert danach greifen. Ganz voll wird die Hall leider nicht, was sicherlich am guten Wetter liegt, da draußen in vielen kleinen und manchmal auch größeren Gruppierungen die Leute stehen, sich unterhalten oder flanken.

Diesmal gibt es sogar im Café Musik, was schon auf den letzten Reggaepartys vermisst wurde. Vinyl Destination legen heute Dub, Dubstep und Roots auf und auch hier wird, wenn auch nur von wenigen, getanzt und ordentlich gefeiert. In den frühen Morgenstunden lassen sich die beiden Martins von Vinyl Destination sogar breitschlagen noch eine Stunde lang Hip Hop aufzulegen und bieten somit den letzten Gebliebenen noch etwas Abwechslung von dem Dub im Café und dem Dancehall aus der Halle.

Das einzig Problematische des Abends ist, dass für kurze Zeit unsere Personalausweise verschwunden scheinen, als wir sie gegen Ende der Veranstaltung abholen wollen. Doch die tauchen bald wieder auf und wir können uns nach einem netten Abend voller Reggae und Dancehall auf den Weg nach Hause machen.

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